Über mich

Als Designer hat mich an Motorrädern neben dem Fahren schon immer auch deren Ästhetik interessiert. Vor allem an klassischen Motorrädern findet sich der Leitsatz des Bauhauses nahezu perfekt umgesetzt: „Form follows Function.“ Nichts ist rein dekorativ; jedes Teil hat eine Aufgabe und wurde ausschließlich dafür konzipiert. Dass dabei Formen entstehen, die eher unbeabsichtigt eine ganz eigene Ästhetik entwickeln, macht für mich den besonderen Reiz aus.

Zu schade für den Schrott.

Beim Reparieren von Motorrädern hielt ich immer wieder Teile in Händen, die defekt oder verschlissen waren. Bremsscheiben, Stoßdämpfer, Kettenräder, Zündkerzen … Für ihre eigentliche Aufgabe waren sie unbrauchbar, ein Fall für den Schrott. Trotzdem fand ich sie zu schade zum Wegwerfen – zu schön zum Wegwerfen. Ich habe deshalb nach  Möglichkeiten gesucht, für diese Teile eine neue Aufgabe zu finden, in der sie ihre ursprüngliche Ästhetik bewahren aber eine neue Funktion erfüllen können. So entstanden meine erste Lampen oder Flaschenöffner.

Meine Arbeiten stießen schnell auf große Begeisterung und aus dem Hobby wurde eine Profession und eine Marke – Stahlkunst Purrer. Aber auch, wenn ich mittlerweile eine Vielzahl verschiedener Produkte anbiete und zum Teil in größeren Stückzahlen fertige, ist mir der Grundgedanke nach wie vor sehr wichtig:

Altes mit neuem Leben erfüllen,
statt es einfach wegzuwerfen.

Ich verwende deshalb fast ausschließlich gebrauchte Teile. Kratzer, Dellen und abgeplatzer Lack sind keine Mängel, sondern Spuren eines bewegten Lebens, die es verdienen, erhalten zu bleiben.

Um diese Authentizität, diese Ursprünglichkeit zu bewahren, erstelle ich alle meine Produkte komplett in Handarbeit, verwende althergebrachte Techniken und arbeite mit teilweise uralten Maschinen. So ist gewährleistet, dass jedes Produkt ein echtes Unikat ist.

Martin Purrer, 38 Jahre, Würzburg